60 Jahre „Flinke Hände“

„Kommt, lasst uns den Anfang machen, wir probieren neue Sachen, wir brauchen Mut und Phantasie, sonst ändern wir die Erde nie.“ So beginnt der Refrain des Pfadfinderliedes, das am Sonntag laut über den Herdringer Schützenhof tönte. Die Deutsche Pfadfinderschaft St. Georg – DPSG – feierte das 60-jährige Bestehen des Stammes.

VDSC_1451ikar Dominik Niemiec – zugleich als geistliche Leitung mit im Vorstand der Herdringer Pfadfinder – hielt die heilige Messe auf dem Schützenhof unter freiem Himmel, die den Feiertag einleitete. Als Altartuch fungierte ein Banner mit zahlreichen Handabrücken, das vor zehn Jahren im Jubiläums-Sommerlager entstanden war. Die Vorsitzenden Daniela Grimm und Tim Eichhorn luden im Anschluss an den Gottesdienst alle Gäste ein, auf dem Schützenhof zu verweilen und ein wenig Pfadfinderluft zu schnuppern. Und versammelt hatten sich viele: Neben zahlreichen Wölflingen, Jungpfadfindern, Pfadfindern, Rovern und ihren Eltern hatte es viele Ehemalige ins Dorf geführt, zum Teil waren sie extra aus der Schweiz angereist.

Eine Gruppe Ehemaliger und Aktiver hatte es sich zur Aufgabe gemacht, die Schätze und Erinnerungen der letzten Jahrzehnte zu bergen und aufzuarbeiten. Herausgekommen ist eine Chronik zum Anfassen. Zahlreiche Fotoalben lagen aus, viele Plakate und Banner, Erinnerungsstücke aus dem Sommerlager. Großen Zulauf fand die Diashow zahlreicher Fotos, wo so mancher sich selbst als Gruppenkind entdeckte.

DSC_1473Um das leibliche Wohl kümmerten sich die Leiterinnen und Leiter sowie zahlreiche Eltern. Highlight war der über dem offenen Feuer sanft gegarte Lachs, der auf nahezu jedem Teller landete.

Winkingerschach, Mölkky und das große Chaosspiel ließen keine Langeweile aufkommen. Wer ein bisschen Zeit mitbrachte, konnte sich sogar unter Anleitung einen Schwedenstuhl bauen. An der Jacobsleiter war Mut und GeschicklichkeitDSC_1522 gefragt, um in 13 m Höhe die Glocke ertönen zu lassen und einen Blick über Herdringen zu werfen. Mittendrin statt nur dabei waren hier auch Kinder mit Handicap. „Inklusion wird hier gelebt, das ist nicht nur ein leeres Wort“, so hatte bereits Vikar Niemiec in seiner Predigt gesagt. Doch für diese Arbeit in den wöchentlichen Gruppenstunden braucht es Leiterinnen und Leiter, die die Kinder und Jugendlichen auf ihrem Pfad zum Leben begleiten. So dankte die Diözesanvositzende Anna Werner besonders der Leiterrunde für ihr Engagement und überreichte einen Gutschein für ein Wochenende im Haus „Seehause“ am Möhnesee.

Die rund 200 Gäste ließen bei Kaffee und Kuchen, oder Köstlichkeiten vom Grill und Salatbuffet den Tag ausklingen.